Donnerstag, 23. Februar 2012

Hochzeit in grün



Ökologisch, umweltbewusst, fairtrade - für Veganer keine neuen Begriffe. Auch wenn von mancher Presse die "grüne Welle" als Modeerscheinung abgetan wird, so ist dieser Trend meiner Ansicht nach sehr bedeutend. Immer mehr Menschen verhalten sich ihrer Umwelt gegenüber rücksichtvoll und wählen nach diesem Vorsatz auch ihre Konsumgüter.
Im Rahmen meiner kleinen Hochzeitstorten-Manufaktur komme ich mit vielen Verliebten und Verlobten zum Thema Hochzeiten und allem was dazu gehört ins Gespräch: natürlich Torten, aber auch Kleidung und Schmuck dürfen vegan und ökologisch wertvoll sein.

Selbst haben mein Freund und ich uns auch schon Gedanken zu Kleidung und Schmuck gemacht. Seidem wir vegan leben hat sich unser Bewusstsein erweitert. Bewusst leben heißt nicht nur Tier- und Umweltschutz, sondern beim Konsum hinter die Fassade zu schauen. Denn in jedem Lebensmittel, Kleidungsstück oder Ring stecken viele Stunden Arbeitszeit. Von der Ernte der Rohstoffe sowie der Baumwolle und dem Abbau von Gold über die Verarbeitung bis zu seiner Veredelung durchläuft das Material Menschenhand. Über gesundheitliche Auswirkungen von Farbstoffen und Pestiziden für den Endverbraucher wissen wir Bescheid, doch über die Arbeitsverhältnisse, Kinderarbeit und Krankheit der Arbeiter sehen wir gerne hinweg.

Ja, das sind Themen die betrüben. ABER von keinem wird verlangt von heute auf morgen nur noch fairtrade einzukaufen. Vielmehr möchte ich mit diesem Beitrag all die schönen und zeitgemäßen Dinge zeigen, die nicht nur das eigene Leben versüßen ;-)

Fangen wir bei der Mode an. Als Veganerin verzichte ich auf den Kauf von Leder, Wolle oder Seide, darüber hinaus gibt es Materialien die, anders als Erdöl-Kunstfaser, biologisch abbaubar sind. Das Österreichische Modelabel Muso Coroni zeigt, dass vegane Mode das neue Chic ist. Viele Handelsketten und Boutiquen setzen inzwischen auf Bio-Baumwolle, Leinen und Bambusfaser. Immer mehr Designer, so auch Sylvia Kruck aus Münster, recyclen Stoffe zu aufwändigen Kleidern und Handtaschen.
Die ökologische Mode ist eine Bewegung aus den USA und zieht nur langsam in Deutschland ein. Aber auch hierzulande recyclen Designer Gardienen und Jeans zu Hochzeitskleidern mit üppigen Schleppen. Schön, dass Modebewusste immer mehr auf Individualität setzen und damit auch die persönliche Wahl von Kleidungstil, Material und Herkunft eine zunehmende Rolle spielen. Der Verbraucher verlangt heute weit mehr Transparenz über die Verarbeitungkette als noch vor 20 Jahren.
Die ökologische Mode ist eine Bewegung aus den USA und zieht nur langsam in Deutschland ein. In Seattle findet sogar einmal im Jahr eine Messe für Öko-Trauungen statt. Aber auch hierzulande recyclen Designer Gardienen und Jeans zu Hochzeitskleidern mit üppigen Schleppen.

Neben dem Hochzeitskleid, von dem die meisten Frau trämen seidem sie kleine Mädchen sind - erwischt, mich eingeschlossen - und den Einladungskarten aus hundertprozentig recyceltem oder besser noch gänzlich holzfreiem Papier, zieht es Verliebte früher oder später zum Juwellier, der das Schmuckstück fürs Leben an die Hand geben soll. Ringe aus Holz, wiederverwertbaren Metallen oder Silber schonen die Umwelt und verursachen wenig Abbauschaden. Wer seine Hand mit funkeln oder Gold zieren möchte, sollte eine Fairtrade-Adresse besuchen.
Erst kürzlich bin ich über das Studio in Karlsruhe gestolpert: Goos jewellery. Frau Goos designt vielseitige und anspruchvolle Schmuckserien aus Fairtrade-Metallen. Schmuck tragen bringe Verantwortung mit sich, so die Schmiedin, daher setze sich das Label mit den außergewöhnlichen Einzelstücken die soziale und ökologische Verantwortung zum Ziel. Sie arbeitet direkt mit den Initiativen zusammen und aknn somit die vollständige Produktionskette von der Rohstoffgewinnung bis zum fertigen Schmuckstück nachvollziehen. 
Ich bin besonders von dem oben abgebildeten Ring hingerissen und sollte mein Freund mich eines Tages Heiraten, so wird es nicht nur eine grüne Hochzeit werden, sondern ganz bestimmt auch eines der Kunstobjekte von Frau Goos.

Ihr seht also heiraten ist toll. Und wer hätte es gedacht, auch vegan und ökologisch finden sich zahlreiche  Hersteller, Designer und Studios, die eine nachhaltige Vermählung bereitwillig unterstützen. Und ganz ehrlich, teurer als konventionell heiraten ist der Spaß nicht, dafür aber immer noch etwas Besonderes.

4 Kommentare:

Ökopension Villa Weissig hat gesagt…

Hast Du die Green Wedding Company schon entdeckt? www.green-wedding-company.de
oder www.oekologisch-feiern.net

Beide Internetauftritte gehören zu einer Person.

Ich wünsche Dir weiterhin viel Freude bei der Planung.

LG
Karin

PD hat gesagt…

Liebe Küchenfee,

hoffentlich liest Dein Freund diesen Post ;-) in Diesem Deinen wunderbaren Blog!

Wenn ich es richtig verstanden habe, lebt Ihr BEIDE vegan - das freut mich ganz arg für Euch!

Viele vegane Grüße, PD

Sabsi hat gesagt…

Hey :)

Das passt jetzt zwar nicht zu diesem Beitrag, aber ich hät eine Frage an dich - ich habe früher so gerne Marshmallows in meinen Kakao geschmissen, die veganen die ich kenne sind mir allerdings viel zu teuer, deswegen hab ich mir gedacht, das muss man doch auch selber machen können. Ich hab auch ein sehr einfaches Rezept gefunden, das einzig unvegane daran war die Gelatine - aber die kann man doch durch Agar-Agar ersetzen, dachte ich. Nun gut, ich habs versucht und es hat so gar nicht geklappt gg Das Ergebnis waren picksüße Geleebrocken. Den Kommentaren zu diesem Reszept nach hats aber bei anderen gut geklappt (halt mit Gelatine). Liegts am Agar-Agar, liegts an mir? Ich weiß es nicht gg
Also solltest du mal die große Lust verspüren was neues zu versuchen, wie wärs mit Marshmallows? Ich würde mich seeehr darüber freuen :D Ich glaube du würdest das wesentlich besser hinbekommen.

Das war das Rezept:
http://naschen.wordpress.com/2010/09/08/rezept-marshmallows-selbst-machen/

Zum Abschluss noch ein großes Kompliment an dich - ich hab schon oft was aus diesem Blog nachgekocht/gebacken und war immer begeistert :)

Küchenfee hat gesagt…

Liebe Sabsi,

probiere das Rezept mal mit Agartine von Ruf, die lässt sich leichter handhaben als reines Agar-Agar. Sollte ich dazu kommen, probiere ich es gerne selbst einmal aus. Allerdings sind wir nicht so die Marshmallow-Futterer ;-)

Ganz herzliche Grüße und ein schönes Wochenende

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